Frühneuzeitliche Ärztebriefe des deutschsprachigen Raums (1500-1700)

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Ärztebriefe
Besitzende Institution Österreichische Nationalbibliothek <Wien> / Handschriften- und Inkunabelsammlung
SignaturCod. 9737 i
Blatt341r
LiteraturTabulae codicum manu scriptorum praeter Graecos et orientales in Bibliotheca Palatina Vindobonensi asservatorum, Bd. 6: Cod. 9001-11500, Wien 1873, 77 f. (Katalogeintrag zur Handschrift)
Genre Brief allgemein
KorrespondenzGelehrter an Arzt
Person VONNidbruck, Caspar von <c. 1525-1557> [Verfasser/in] [gesichert]
Person ANPeucer, Caspar <I., 1525-1602> [Adressat/in] [gesichert]
Umfang, Beilagen1 S.
Entstehungszeit27.06.1555
AbsenderortAugsburg [ermittelt]
ZielortWittenberg [ermittelt]
Sprache Latein
LandDeutschland
AusreifungsgradKopie
Inhaltsangabe Peucers Brief vom 23.5. [= diese Datenbank, Brief Nr. 35288] ist eingetroffen. Magister Hubertus [Languet] ist nach Italien gereist, wird aber nach eigener Aussage vor dem Winter zurück in Wittenberg sein. Peucer hat recht daran getan, einige Neuerscheinungen für ihn zu kaufen. Wenn es sich um ein leichtes Päckchen handelt, so soll er es alsbald per Boten oder Fuhrmann an den kurfürstlichen Gesandten Franz Cram schicken, wenn es aber mehr wiegt, sollen es Kaufleute zu Dr. Christoph Kötzler nach Nürnberg oder, besser noch, direkt hierher zu Johann Baptist Hainzel bringen, dem Augsburger Patrizier und Ratsherrn, jedoch an Niedbruck adressiert. Er wünscht sich ausschließlich theologische und historische Schriften, aber auch in Wittenberg erschienene Reden und geistliche Dichtungen. Peucer soll seinen Sendungen in Zukunft auch eine Liste der für Niedbruck gekauften Werke beilegen, damit er Dublettenkäufe vermeidet, und ebenso das notieren, was er gekauft, aber noch nicht versandt hat, damit Niedbruck ihn entschädigen kann. Zukünftige Sendungen Peucers erreichen ihn am besten über den quaestor des Königs. Peucer soll seine Briefe an den Hof schicken, da sich Niedbruck von Maximilian in Zukunft nicht trennen will; dasselbe gilt für Briefe von Dr. Sartorius, Melanchthon und anderen Freunden. Er kann sie auch deutsch adressieren, den Boten zuliebe. Segenswünsche für und Grüße an Melanchthon. Dem Camerarius hat Niedbruck einen Brief für Melanchthon mitgegeben. Peucer soll diesen um einen Brief an Niedbruck bitten, sooft er ihm selbst schreibt. Niedbruck legt eine weitere Bestelliste bei.

(Ulrich Schlegelmilch)
BemerkungenDem Camerarius hat Niedbruck einen Brief für Melanchthon mitgegeben: offenbar Niedbrucks Brief vom 9. Juni = Melanchthons Briefwechsel, Nr. 7522
URLTabulae codicum manu scriptorum praeter Graecos et orientales in Bibliotheca Palatina Vindobonensi asservatorum, Bd. 6: Cod. 9001-11500, Wien 1873
 Wien, ÖNB, Cod. 9737 i
 Heidelberger Akademie der Wissenschaften - Forschungsstelle Melanchthon-Briefwechsel (MBW): Regesten online
Person ÜBERLanguet, Hubert <1518-1581> [Erwähnte Person] [gesichert]
Melanchthon, Philipp <1497-1560> [Erwähnte Person] [gesichert]
Kram, Franz <1516-1568> [Erwähnte Person] [gesichert]
Kötzler, Christoph <1523-1563> [Erwähnte Person] [gesichert]
Haintzel, Johann Baptist <1524-1581> [Erwähnte Person] [gesichert]
Schneider, Balthasar <1524-1574> [Erwähnte Person] [ermittelt]
Maximilian <Römisch-Deutsches Reich, Kaiser, II., 1527-1576> [Erwähnte Person] [gesichert]
Camerarius, Joachim <I., 1500-1574> [Erwähnte Person] [gesichert]
SchlagwortBücherliste
Postwesen
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