Frühneuzeitliche Ärztebriefe des deutschsprachigen Raums (1500-1700)

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Ärztebriefe
Besitzende Institution Universitätsbibliothek <Erlangen>
SignaturTrew, Caspar Peucer I., Nr. 49
LiteraturEleonore Schmidt-Herrling (Bearb.): Die Briefsammlung des Nürnberger Arztes Christoph Jacob Trew (1695-1769) in der Universitätsbibliothek Erlangen, Erlangen 1940, 462 (Katalogeintrag); Svenja Wenning: Joachim II. Camerarius (1534-1598). Eine Studie über sein Leben, seine Werke und seine Briefwechsel, Duisburg 2015, 93-104 (zum Briefwechsel)
Genre Brief allgemein
KorrespondenzArzt an Arzt
Person VONPeucer, Caspar <I., 1525-1602> [Verfasser/in] [gesichert]
Person ANCamerarius, Joachim <II., 1534-1598> [Adressat/in] [gesichert]
Umfang, Beilagen1 S.
Entstehungszeit07.07.1573 [mutmaßliches Jahr: 1573 (im Original o.J.); s. Bem.]
AbsenderortWitebergae (Wittenberg) [gesichert]
Sprache Latein
LandDeutschland
AusreifungsgradOriginal
Inhaltsangabe Peucer habe das Hodoeporicon der türkischen Reise, welches von ihnen [Joachim II. und Unbekannt] aus dem Französischen ins Deutsche übertragen worden sei, genau geprüft und mit großer Freude fast ohne Unterbrechung in einem Zug gelesen. Seine Gesundheit sei nämlich so weit wiederhergestellt, dass er ohne Widerwillen und Unbehagen privater Lektüre nachgehen könne, auch wenn es ihm noch nicht so gut gehe, wie er gehofft habe. Peucer wolle sich bedanken, dass Camerarius an ihre Freundschaft denke und ihm das Hodoeporicon geschickt habe.

Er hätte ihm auch eine entsprechende Gegengabe geschickt, doch bei ihnen sei nichts Neues erschienen. Peucer habe sich oft gewünscht, dass er in Leipzig bei Camerarius' Vater an den Gesprächen hätte teilnehmen können, und er sei auch sicher, dass die daraus resultierende Fröhlichkeit und Geselligkeit seiner Gesundheit nur zuträglich hätte sein können, doch sei ihm dies leider nicht möglich gewesen. Er könne nun nur auf eine weitere Gelegenheit hoffen.

Camerarius brauche sich nicht für sein Schweigen zu entschuldigen: Peucer wisse, wie viel er zu tun habe. Es freue ihn, dass Camerarius ihn immer über auswärtige Sachen auf dem laufenden halte, vor allem durch seinen Bruder Ludwig, der allerdings im Moment bei D. [wohl Erasmus] Neustetter in Karlsbad sei, und deswegen herrsche bei ihnen schon seit Wochen Schweigen. Grüße an den Bruder Philipp.

(Svenja Wenning)
BemerkungenIm Katalog mutmaßlich auf das Jahr 1563 datiert. Tatsächlich dürfte der Brief im Jahr 1573 verfasst worden sein. Dafür sprechen u.A. folgende Gründe:
1. Hinweise auf eine Krankheit Peucers (vgl. in dieser Datenbank z.B. die Datensätze 19260 (Brief vom 13.06.1573), 19261 (Brief vom 12.10.1573), 30848 (Brief vom 12.10.1573).
2. In einem mutmaßlich auf den 12.06.1573 datierten Brief (Camerarius an Crato, 12.06.1573; = Datensatz 5155 in dieser Datenbank) erwähnt Camerarius, dass er seinen Sohn Ludwig nach Karlsbad zu einem Freund geschickt habe.
URLUniversitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg, Briefsammlung Trew: Online-Zugang
 Schmidt-Herrling, Die Briefsammlung Trew (1940)
Person ÜBERCamerarius, Joachim <I., 1500-1574> [Erwähnte Person] [gesichert]
Camerarius, Ludwig <I., 1542-1582> [Erwähnte Person] [gesichert]
Camerarius, Philipp <I., 1537-1624> [Erwähnte Person] [gesichert]
Neustetter, Erasmus <1522-1594> [Erwähnte Person] [mutmaßlich]
SchlagwortHodoeporikon
Karlsbad <Böhmen>
URL dieses Datensatzeswww.aerztebriefe.de/id/00002798 (Bitte beim Zitieren angeben).
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